Beim Mardi Gras in New Orleans am Fastnachtsdienstag stehen die traditionellen Farben Lila, Grün und Gold für Gerechtigkeit, Glauben und Macht.
Mardi Gras: Kulturfest in New Orleans
Mardi Gras, im Volksmund „Fat Tuesday“ (fetter Dienstag) genannt, ist ein Fest, das die Kultur von New Orleans (öffnet in neuem Tab) in den USA zeigt. Bekannt ist Mardi Gras für prunkvolle Paraden, aufwendige Kostüme und eine lebhafte Stimmung, und das Fest zeigt die historische und kulturelle Vielfalt von New Orleans.
Menschen aus aller Welt reisen an, um die besonderen Traditionen und die Begeisterung mitzuerleben, die Mardi Gras zu einem der bekanntesten Feste Nordamerikas machen.
Geschichte des Mardi Gras
Die Wurzeln des Mardi Gras reichen bis zu altrömischen Festen zu Ehren der Lupercalia (öffnet in neuem Tab) zurück. In Europa entwickelte sich die Tradition weiter, bevor sie nach Nordamerika kam, genauer gesagt in die französischen Kolonien in New Orleans. Die erste belegte Mardi-Gras-Feier in New Orleans fand 1699 statt, als französische Entdecker ihre Ankunft an der Mündung des Mississippi feierten.
Aus bescheidenen Anfängen wurde ein großes Fest mit Paraden, Maskenbällen und weiteren öffentlichen Feiern. Zur Bedeutung des Festes tragen vor allem die „Mardi Gras Indians“ und die Vereine, die „Krewes“ genannt werden.
Zu den Stationen der Geschichte des Mardi Gras gehören die Gründung der ersten offiziellen Krewe, der „Mistick Krewe of Comus“ (öffnet in neuem Tab), im Jahr 1856 und die Tradition des King Cake (öffnet in neuem Tab), die im späten 19. Jahrhundert aufkam.
Programm
Paraden gehören untrennbar zum Mardi Gras. Sie reichen von schlichten Umzügen mit geschmückten Wagen bis zu aufwendigen Inszenierungen mit riesigen Spinnen, Seeungeheuern und anderen Fabelwesen, je nachdem, welche Krewe die Parade ausrichtet.
Farbige Anhänger, Perlenketten und Münzen fliegen in die begeisterte Menge, während die Teilnehmenden tanzend durch die Straßen ziehen. Neben den Paraden gibt es Livemusik, Straßenfeste und Maskenbälle, die bis tief in die Nacht dauern.
Besonders bekannt sind die „Mardi Gras Indians“ (öffnet in neuem Tab), eine Gruppe afroamerikanischer Stämme, die aufwendige, handgenähte Kostüme mit Federn und Perlen fertigen. Ihre Auftritte und Kostüme ehren die Kultur der indigenen Völker Nordamerikas und zeigen den Einfallsreichtum und das handwerkliche Können der Menschen in New Orleans.
Bräuche und Traditionen
Mardi Gras steckt voller Traditionen, die über Generationen weitergegeben werden. Besonders beliebt ist der King Cake (öffnet in neuem Tab), ein süßes Gebäck in Lila, Grün und Gold, den offiziellen Farben des Mardi Gras. Im Kuchen ist eine kleine Babyfigur aus Plastik versteckt: Wer sie findet, soll Glück haben und muss den nächsten King Cake besorgen.
Musik gehört fest zum Mardi Gras: Brassbands, Jazzensembles und Straßenmusiker füllen die ganze Stadt mit Rhythmen.
Masken und Kostüme sind traditionelle Festkleidung und erlauben es den Feiernden, anonym und ausgelassen zu sein. Rituale wie die Krönung von König und Königin des Mardi Gras (öffnet in neuem Tab) und das symbolische „Meeting of the Courts“ verschiedener Krewes gehören ebenfalls zum Fest.
Praktische Hinweise
Die beste Zeit für einen Besuch ist die letzte Woche vor dem Fat Tuesday. Die eindrucksvollsten Paraden sind im French Quarter (öffnet in neuem Tab) und auf der St. Charles Avenue (öffnet in neuem Tab) zu sehen. Wer zum ersten Mal dabei ist, sollte sich auf große Menschenmengen einstellen und Taschen für die geworfenen Perlenketten und Anhänger mitbringen. Empfehlenswert sind außerdem bequeme Schuhe und wettergerechte Kleidung.
New Orleans legt Wert auf Barrierefreiheit und hat viele Angebote für Reisende mit Behinderung. Hotels, Bed & Breakfasts und Ferienwohnungen gibt es reichlich, wegen der großen Nachfrage ist eine frühe Reservierung aber ratsam.
Abseits des Mardi Gras lohnen Sehenswürdigkeiten wie das historische French Quarter (öffnet in neuem Tab), das National WWII Museum (öffnet in neuem Tab) und der Audubon Zoo (öffnet in neuem Tab) einen Besuch.
Fazit
Mardi Gras feiert die kulturelle Vielfalt, die New Orleans ausmacht. Mit seiner historischen Bedeutung und seinen Traditionen ist das Fest für alle interessant, die den Geist der Stadt kennenlernen möchten.
Prächtige Paraden, mitreißende Musik und eine köstliche Küche: Mardi Gras bietet viel für unterschiedliche Interessen. Die Tradition begeistert bis heute Menschen aus aller Welt und ist ein fester Bestandteil der Kultur von New Orleans.
Feiertage rund um das Festival
United States: gesetzliche Feiertage und Bankfeiertage von 3 Tagen vor bis 3 Tage nach den voraussichtlichen Terminen ().
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